Das Boot, das an einem der Kreisverkehre der Allee ausgestellt wird, soll ein Beispiel für die traditionellen Ringwadenboote sein, die an der Mittelmeerküste zum Einsatz kommen
Die Stadtverwaltung von Estepona teilt mit, dass sie ein neues traditionelles Fischerboot zur öffentlichen Ausstellung an einem der Kreisverkehre der Avenida Puerta del Mar aufstellen wird. Das neu angeschaffte Boot wird das derzeit an dieser Stelle befindliche ersetzen, dessen Erhaltungszustand einen Austausch erforderlich macht.
Ziel dieser öffentlichen Ausschreibung ist es, weiterhin ein repräsentatives Beispiel für die traditionellen Ringwadenboote der Mittelmeerküste zu erhalten und auszustellen, um so die maritime Identität von Estepona zu stärken und diese kulturelle und touristische Sehenswürdigkeit zu bewahren. Der für den Bereich Historisches Kulturerbe zuständige Stadtrat Daniel García weist darauf hin, dass der Austausch des Bootes es ermöglicht, das lokale maritime und fischereiliche Erbe sowie die Tradition der Ringwadenfischerei weiterhin zur Geltung zu bringen und gleichzeitig durch ein neues Element mit skulpturalem und musealem Charakter zur Verschönerung des Stadtbildes beizutragen.
Der Stadtrat erinnerte daran, dass das Boot an der Avenida Puerta del Mar Teil einer Reihe von dekorativen Elementen ist, die mit dem Meer und den Fischereitechniken in Verbindung stehen und an dieser wichtigen Verkehrsader zu finden sind, wie beispielsweise eine Nachbildung eines Leuchtturms oder ein großformatiges Schiffsschraubenrad.
Die Ausschreibungsunterlagen legen fest, dass es sich bei dem neuen Boot um ein traditionelles Ringwadenfischerboot handeln muss, wie es an der spanischen Mittelmeerküste verwendet wird, mit einer Gesamtlänge zwischen 11 und 13 Metern und einer Breite zwischen 3 und 4 Metern. Der Rumpf kann aus Holz und/oder Glasfaser bestehen und muss strukturelle Eigenschaften aufweisen, die seine Stabilität und Steifigkeit für die statische Ausstellung gewährleisten. Zudem muss die Kabine bzw. das Steuerhaus erhalten bleiben.
Das beauftragte Unternehmen muss das Schiff in einem für den Transport und die anschließende Installation geeigneten Zustand übergeben. Außerdem muss es vorab die für die Ausstellung erforderlichen Anpassungsarbeiten durchführen, darunter die Reinigung und das oberflächliche Abschleifen, Korrosionsschutzbehandlungen oder Rostschutzanstriche sowie die Endbearbeitung sowohl außen als auch innen. Das Schiff muss zudem mit der entsprechenden Beschriftung mit seinem historischen Namen oder der kommunalen Bezeichnung versehen sein.
Der Basis-Ausschreibungsbetrag beläuft sich auf 68.970 Euro (inkl. MwSt.). Zu den Vergabekriterien zählen das wirtschaftlich günstigste Angebot und die Verkürzung der Lieferfrist. Interessierte Unternehmen können ihre Angebote bis zum kommenden 24. August einreichen. Interessenten können das Profil des Auftraggebers auf der elektronischen Plattform unter www.estepona.es einsehen.
Der für den Bereich Kulturerbe zuständige Vertreter der Stadtverwaltung ist der Ansicht, dass der Erwerb dieses Schiffes Teil des Engagements der Stadt ist, die historische Verbindung Esteponas zum Meer und zur Fischerei zu bewahren und sichtbar zu machen. Auf diese Weise wird das Schiff als symbolisches Element in das Stadtbild integriert, das dazu beiträgt, die Erinnerung an die Seefahrertradition der Gemeinde lebendig zu halten.
In diesem Zusammenhang erinnerte Daniel García daran, dass die Stadtverwaltung von Estepona im vergangenen November das Meeresmuseum in der Stierkampfarena eingeweiht hat, in dem die jahrtausendealte Beziehung zwischen Mensch und Meer gewürdigt wird. Das Zentrum beherbergt die Sammlung Miguel López Mateo, das Ergebnis eines ganzen Lebens, das der Bewahrung der Erinnerung an die Berufe, Techniken und Werkzeuge gewidmet war, die die Seefahrerkultur des Mittelmeers geprägt haben.
