Die Stadtverwaltung und das Konsularische Korps von Málaga veranstalten ein Treffen, das die Stadt zu einem Bezugspunkt für die internationale Zusammenarbeit macht

Eine Ausstellung in der Calle Terraza gibt einen Überblick über die fast 400-jährige Geschichte der konsularischen Einrichtung. Der Stadtrat benennt einen öffentlichen Platz in der Stadt mit dem Namen des Konsularkorps von Málaga.

Die Stadtverwaltung von Estepona und das Konsularische Korps von Málaga haben heute in der Stadt ein Treffen abgehalten, an dem Vertreter aus fast dreißig Ländern mit konsularischer Präsenz in der Provinz teilnahmen. Jahrestages des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen und des 40. Jahrestages des Beitritts Spaniens zur EU war das Treffen in Estepona ein Meilenstein, denn es war die bisher größte Anwesenheit von diplomatischen Vertretern bei einer Veranstaltung dieser Art in Andalusien.

Bei der Eröffnung des Treffens betonte der Bürgermeister von Estepona, José María García Urbano, den großen Stolz der Stadt auf die Anwesenheit des Konsularischen Korps von Málaga bei diesem Treffen, das die Stadt zu einem Bezugspunkt für die internationale Zusammenarbeit macht. „Estepona, wie auch der Rest der Provinz Málaga, war im Laufe der Geschichte ein Ort der Begegnung und des Austauschs zwischen Völkern und Zivilisationen. Diese Vielfalt ist es, die dieses Land bereichert hat, mit seinen Wurzeln sehr präsent, aber immer mit einem offenen Blick auf die Welt und die Zukunft“, sagte er.

Der Stadtrat brachte die internationale Besorgnis über die globale Situation zum Ausdruck. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die konsularische Arbeit noch wichtiger ist, da ihre Arbeit als Brückenbauer für die Verständigung notwendiger denn je ist. „Das ist der Geist, den wir in Estepona teilen. Hier leben Menschen mit 135 Nationalitäten (das sind etwa 32 % der registrierten Bevölkerung), die nicht nur einen Ort zum Leben gefunden haben, sondern auch einen Raum, in dem sie sich entwickeln, etwas unternehmen und Teil einer Gemeinschaft werden können. Und an dieser Integration und Zusammenarbeit arbeiten wir seit Jahren mit verschiedenen kommunalen Programmen“, betonte er. „Begegnungen wie die heutige sind wichtig, um neue Wege der Zusammenarbeit, des Verständnisses und der Kooperation zu eröffnen, um gemeinsame Projekte zu entwickeln, die allen zugute kommen.

Der Dekan des Konsularischen Korps von Málaga, José Luis Ramos, hob seinerseits die entscheidende Rolle der Konsulate als „Räume der Begegnung, des Austauschs und des Zusammenlebens“ hervor, insbesondere im aktuellen internationalen Szenario. „Wir leben in komplexen Zeiten, die von geopolitischen Spannungen und lokalen Herausforderungen geprägt sind, die über die Grenzen hinausgehen. In diesem Zusammenhang kann die Geostrategie nicht von der Diplomatie oder Friedensdiplomatie getrennt werden. Die Entscheidungen, die auf den großen Bühnen getroffen werden, wirken sich unmittelbar auf das tägliche Leben unserer Gesellschaften aus, und hier erhält die konsularische Arbeit einen unersetzlichen Wert: Sie bringt das Globale dem Lokalen näher“.

In diesem Sinne betonte er, dass „wir heute mehr denn je für eine aktive und umsichtige Diplomatie eintreten müssen, die nicht nur Konflikte bewältigt, sondern ihnen auch vorbeugt“, und er leitete eine Reflexion ein: „Die konsularische und diplomatische Arbeit erinnert uns daran, dass Verständigung möglich, Dialog notwendig und Zusammenarbeit unser bestes Mittel ist“.

Der stellvertretende Leiter des Konsularkorps von Málaga an der Costa del Sol und Konsul von Lettland, Fausto Martínez, dankte der Stadtverwaltung von Estepona für die Zusammenarbeit bei der Organisation des Treffens und verteidigte die „entscheidende“ Rolle der Konsuln in der Provinz Málaga „als Vertreter von Tausenden von Bürgern“.

Ausstellung 400 Jahre Konsulatsgeschichte in Málaga

Anlässlich dieses Treffens findet in Estepona eine Ausstellung statt, mit der das Konsularkorps von Málaga seine vierhundertjährige Geschichte feiert. Sie befindet sich in der Calle Terraza und gibt einen Überblick über die konsularische Präsenz in der Provinz seit der Unterzeichnung eines Handelsvertrags zwischen Dänemark und Spanien im Jahr 1641, in dem die Eröffnung des ersten Konsulats angekündigt wurde.

Die Ausstellung besteht aus 25 großen Tafeln, die die Geschichte jedes der 50 Konsulate in Málaga darstellen (eine auf jeder Seite der Plakatwände). Anhand dieser Tafeln erfährt der Besucher aus erster Hand etwas über die Besonderheiten, Kuriositäten und Funktionen der Konsulate: Sie sind wichtig für die Stärkung der Handelsbeziehungen, für wirtschaftliche, wissenschaftliche oder kulturelle Vereinbarungen sowie für die Wahrung der Interessen der ansässigen ausländischen Bürger. All dies wird begleitet von Daten und wichtigen Ereignissen in den Beziehungen zwischen Spanien und dem jeweiligen Land sowie von einer Liste der Konsuln.

Öffentlicher Raum in Estepona

Das Plenum des Stadtrats hat heute die Ausweisung eines öffentlichen Raums in der Stadt beschlossen. Es handelt sich um den Kreisverkehr neben dem zentralen Park in der Nähe des Rathauses. Damit soll die Arbeit der Konsuln in der Provinz gewürdigt werden, die als Stützen ihrer Gemeinde und Förderer der internationalen Beziehungen fungieren.

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