Die Madrider Künstlerin Ana Kai zeigt ihre Gemäldeausstellung „Materia y Memoria“ in der Casa de las Tejerinas
. Die Ausstellung ist vom 2. bis zum 22. Juli zu sehen.
Die Stadtverwaltung von Estepona teilt mit, dass in Saal 1 der Casa de las Tejerinas an der Plaza de las Flores ab dem 2. Juli die Gemäldeausstellung „Materia y Memoria“ der Madrider Künstlerin Ana Kai zu sehen sein wird.
„Materia y Memoria“ präsentiert eine Reihe von Werken, in denen Ana Kai die Oberfläche als Ort der Einschreibung, Sedimentation und Transformation erforscht. Mithilfe von Collagen, übereinanderliegenden Schichten, Lasuren, Textilien, Pigmenten und reliefartigen Materialien schafft sie Kompositionen, die zwischen organischer Abstraktion und emotionaler Kartografie schweben und innere Landschaften suggerieren, in denen das Zerbrechliche und das Tektonische, das Leuchtende und das Erodierte in einer stillen Spannung zueinander stehen.
Jedes Werk entpuppt sich als sensibler Raum, in dem die Materie Spuren, Spannungen und Erinnerungsfragmente bewahrt und so eine Bildsprache formt, die in der Anhäufung, der Dekonstruktion und der Beständigkeit verwurzelt ist.
Die Ausstellung ist bis zum 22. Juli zu sehen, dienstags bis freitags von 09:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 09:00 bis 14:00 Uhr sowie von 16:00 bis 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei.
Ana Kai, 1974. Das Werk von Ana Kai bewegt sich im Spannungsfeld zwischen organischer Abstraktion, emotionaler Kartografie und materieller Reliefgestaltung. Ihre aktuelle künstlerische Praxis dreht sich um die Materie als Ort der Einschreibung: eine lebendige Oberfläche, auf der sich Schichten, Spuren, Abtragungen, Leerstellen und Erinnerungsfragmente ansammeln.
Mithilfe einer Technik aus Collage und materieller Malerei schafft Kai Kompositionen, in denen die Leinwand nicht mehr nur ein passiver Träger ist, sondern zu einem Feld der Sedimentation wird. Pigmente, Tinten, Papier, Textilien, Netze und andere Materialien überlagern sich, verbergen sich, werden zerrissen, bedeckt und tauchen in einem Prozess ständiger Konstruktion und Dekonstruktion wieder auf. Jedes Werk entsteht so als eine sensible Topografie, ein sich wandelndes Territorium, in dem die Materie den Lauf der Zeit festhält – die Spannung zwischen dem, was bleibt, und dem, was vergeht.
Ana Kai stellt die Landschaft nicht einfach dar, sondern verlagert sie auf eine innere Ebene. Ihre Arbeiten beschwören emotionale Geografien herauf, nicht-wörtliche Landkarten, in denen die Oberfläche als physisches Gedächtnis fungiert: Schicht, Narbe, Erosion, Überrest. Transparenzen, Lasuren und materielle Dichten schaffen eine sich wandelnde, instabile Wahrnehmung, in der das Organische und das Tektonische im Gleichgewicht miteinander koexistieren.
Ihr Schaffensprozess verbindet Intuition und Struktur. Jedes Werk entsteht aus dem Eintauchen in das Material, wobei die Schichten ihre eigenen Rhythmen, Zufälle und Resonanzen offenbaren dürfen. Ihre Ausbildung in Design und Innenarchitektur verleiht ihr ein tiefes Verständnis für Raum, Komposition und Materialität, was sich in der Art und Weise zeigt, wie sie die Spannung zwischen Fließendheit und Zurückhaltung, Geste und Architektur, Ausdehnung und Gleichgewicht inszeniert.
Nach langen Aufenthalten im Vereinigten Königreich und in Deutschland wurde ihre künstlerische Praxis durch eine Verschmelzung kultureller Einflüsse bereichert, die ihren Ansatz zur zeitgenössischen Abstraktion geprägt haben. Zu ihren bisherigen Stationen zählen Ausstellungen in Räumen wie dem El Palace Barcelona, der Wiener Kunstmesse, dem Círculo de Bellas Artes und der Fundación Pons, organisiert von Arte Global. Mit Werken, die in internationalen Sammlungen vertreten sind, entwickelt Ana Kai ein solides Konzept rund um die sinnliche und „materielle“ Interpretation der abstrakten Landschaft.
Ort: Casa de las Tejerinas
Datum: Vom 02.07.2026 bis zum 22.07.2026
