Der Sänger Javier Ojeda wird bei der Verleihung des IV Ciudad de Estepona Novel Award auftreten.

Der argentinische Schriftsteller Ariel Magnus wird den Preis am kommenden Donnerstag, den 30. April, im Rahmen einer Feierstunde um 19.00 Uhr im Auditorium des Mirador del Carmen entgegennehmen. Das Rathaus von Estepona und die Stiftung Manuel Alcántara veranstalten diesen Literaturwettbewerb, bei dem das Siegerwerk mit 25.000 Euro und der Veröffentlichung durch den Verlag Pre-Textos prämiert wird.

Das Rathaus von Estepona teilt mit, dass der Sänger und Komponist Javier Ojeda bei der Verleihung des IV. Romanpreises „Ciudad de Estepona“ am kommenden Donnerstag, 30. April, um 19.00 Uhr im Auditorium des Mirador del Carmen auftreten wird.

Javier Ojeda ist einer der beliebtesten Künstler aus Málaga, seit er Leadsänger der legendären Band ‚Danza Invisible‘ wurde. Als Experte für lateinamerikanische und schwarze Musik hat Ojeda in den letzten zwei Jahrzehnten eine interessante Solokarriere mit Alben von Coverversionen und eigenen Liedern entwickelt, in denen musikalische Kreuzungen und Forschung eine wichtige Rolle spielen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist bis zum Erreichen der vollen Kapazität frei.

Der 4. Romanpreis der „Ciudad de Estepona“ wird von der Stadt Estepona und der Manuel-Alcántara-Stiftung organisiert. Der Gewinner der diesjährigen Ausgabe ist der argentinische Schriftsteller Ariel Magnus für sein Werk „Mentir la verdad. Bekenntnisse eines politischen Fälschers“. Der Preis besteht aus 25.000 Euro und der Veröffentlichung des Romans im Verlag Pre-Textos. Interessierte Leser können ihn am selben Tag im Mirador del Carmen und ab dem 6. Mai im Buchhandel erwerben.

Das Werk erzählt das Leben von Heinrich Jürges, einem jungen Deutschen, der der Nazipartei beitrat und für Goebbels gearbeitet haben soll. Später ging er nach Südamerika, wo er sich der Schwarzen Front anschloss, einem Ableger des Nationalsozialismus. Als unabhängiger Agitator sorgte er 1939 mit gefälschten Dokumenten für das berüchtigte La-Patagonia-Komplott, das zum Verbot von Hitlers Parteiaktivitäten in Argentinien führte. Zurück in Europa verdiente er seinen Lebensunterhalt, indem er seine Dienste als Informant dem Meistbietenden anbot.

Mit einer Mischung aus realen und fiktiven Quellen rekonstruiert Ariel Magnus die Autobiografie dieses obskuren Betrügers, Händlers und Propagandisten, dessen Abenteuer sich über vier Jahrzehnte und zwei Kontinente erstrecken und an denen verschiedene politische und kulturelle Persönlichkeiten wie Perón, Borges und Kafka beteiligt waren. Das preisgekrönte Werk nutzt Ironie, Zynismus und Sarkasmus, um das Helldunkel der Presse in stürmischen Zeiten und das Elend derjenigen zu erkunden, die mit sensiblen Informationen arbeiten.

Ariel Magnus wird den Preis bei der Preisverleihung am kommenden Donnerstag entgegennehmen und ein kurzes Gespräch mit Guillermo Busutil, dem Leiter der Aktivitäten der Alcántara-Stiftung, führen. Der argentinische Schriftsteller, der derzeit in Deutschland lebt, hat mehrere Werke in verschiedenen Verlagen veröffentlicht und war sogar Finalist für den Biblioteca Breve-Preis 2020.

Die Jury dieser Ausgabe setzte sich aus renommierten Mitgliedern der spanischen Literatur- und Journalistengemeinde zusammen. Unter dem Vorsitz des Schriftstellers Ignacio Martínez de Pisón gehörten ihr die Romanautoren Laura Ferrero und David Uclés, Rafael Arias, Leiter der Buchhandlung Letras Corsarias, Silvia Pratdesaba, Herausgeberin von Pre-Textos, und Guillermo Busutil, Leiter der Aktivitäten der Stiftung Manuel Alcántara, an.

In ihrer Entscheidung hoben sie „die literarische Qualität einer autobiografischen Fiktion vor dem Hintergrund der Geschichte der Nazis in Argentinien hervor, in einem literarischen Spiel mit Anklängen an Borges und den Schelmenroman, das durch das Thema der Fake News und des Informationsrausches direkt mit der aktuellen Realität verbunden ist“.

Ignacio Martínez de Pisón, Vorsitzender der Jury, hob das hohe Niveau der Romane der Finalisten in dieser Ausgabe hervor und stellte fest, dass sie alle von ausreichender Qualität seien, um veröffentlicht zu werden. In Bezug auf den Preisträger sagte er, dass Ariel Magnus reale Fakten mit Fiktion vermischt, „er erzählt alles so wahrheitsgetreu, dass der Leser daran zweifelt, was real und was erfunden ist“. „Er hat eine dokumentarische Strenge und eine unterhaltsame Prosa, etwas, das man als Leser zu schätzen weiß“, schloss der Schriftsteller.

Erfolgreiche Teilnahme

Seit seiner Gründung hat der Romanpreis der Stadt Estepona die Aufmerksamkeit von Schriftstellern aus der ganzen Welt auf sich gezogen. Bei der ersten Ausgabe (2021) nahmen mehr als 300 Werke aus Ländern wie Deutschland, Frankreich, Ägypten, Kanada, den USA, Guatemala und Mexiko teil, wobei der Roman „Tumbas de agua“ des mexikanischen Autors Miguel Tapia gewann. Bei der zweiten Auflage des Wettbewerbs verdoppelte sich die Teilnehmerzahl auf über 600 Originalwerke, und das Siegerwerk war „Buitrera“ von Manuel Moya. Im Jahr 2023 gewann der Roman „El sabor de mi madre“ von Marina Perezagua den Preis unter fast 700 Einsendungen aus verschiedenen Teilen Spaniens, Europas und Lateinamerikas.

In diesem Jahr wurden für den Romanpreis der Stadt Estepona insgesamt 771 Werke aus Spanien, Europa und Lateinamerika eingereicht, was seine internationale Ausstrahlung und seine Rolle als Plattform zur Förderung neuer Stimmen in der zeitgenössischen Erzählkunst unterstreicht.

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